Inscriptiones Graecae

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IG X 2, 2, 27

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Lynkestis
Suvodol, jetzt Mus. Skopje
Grab-Epigramm (Homer-Cento)
Platte
Marmor
3.Jh. n.Chr.
Übersetzung: Klaus Hallof
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1         [κέ]κλυθι, τέκνον ἐμόν, καὶ ἀνά–
1Höre, mein Kind, und stehe auf,
2         σ̣τεο σοῖσι γονεῦσιν· ❦ / τίπτε λιπὼν̣
2deinen Eltern (zuliebe). Was hast du,
3      φάος ἡδὺ εἰς τὴν σκοτίαν ἀφικνεῖσε; /
3das süße Licht verlassend, dich in das Dunkel begeben?
4      πῶς ἂν Εὐγενίου ᾿μ̣οῦ̣ ἐγὼ θείοιο λαθοίμην,
4Wie denn, ich sollte je meinen göttlichen Eugenios vergessen,
5   [ ❦ / ὃ]ς πέρι μὲν νόον ἔσχες βροτῶν, πέρι δ᾿ εἱρὰ θε–
5der du vor den Sterblichen an Klugheit dich auszeichnetest, überaus Opfer
6   [οῖ]σιν· ❦ / τοίην γὰρ κεφαλήν τε καὶ ὄμματα̣
6den Göttern (brachtest), solch ein Haupt und Antlitz und
7   [κ]αὶ φρένας αἰσθλὰς ❦ / ἔσχες· νῦν δέ μο[ι]
7edlen Verstand besaßest du! Jetzt aber belastetest du mich
8   [ὀ]δ̣ύνας ἀπρήκτους ἔνβαλες θυμῷ· ❦ /
8mit unheilbaren Schmerzen in der Seele.
9   [ἀλλ᾿] οὐδ᾿ ὥς σου ἐγὼ ἐπιλήσομε ὀδυρό–
9Aber auch so nicht werde ich deiner vergessen, kla–
10   [μεν]ος καὶ ἀχεύων ❦ / πένθος λυγρὸν
10gend und weinend mit traurigem
11   [ἔχων]· ὡς ὤφελον αὐτὸς ὀλέσθαι· ❦ / ἀλλά
11Schmerz. O, ich selbst hätte sterben sollen! Doch
12[μ]ο[ι Εὐγ]ενίου ᾿μοῦ δαΐφρονος δείετε ἦτο[ρ] /
12mir verzehrt sich das Herz nach meinem verständigen Eugenios,
13δυσ[μόρο]υ̣, ὃς δὴ τηθὰ γονέων ἄπο πήματ̣α
13dem unglücklichen, der lange fern den Eltern Unglück erduldete.
14πάσ [χεν]· ❦ / ἀλλ᾿ ἀπόλοιτο καὶ ἄλλος ὅσσ
14Doch möge ein jeder sterben, der
15τις τῷ [σῷ] θανάτῳ ἐπέχα<ι>ρεν· ❦ vacat /
15sich über deinen Tod zu freuen wagte!
16ὢ Μοίρης κε̣[ρ]σ̣άσ̣ης ὠλέο χερσὶν̣ ἐμ̣αῖσιν, /
16Weh, die vernichtende Moira, du starbst in meinen Händen,
17ὅ̣ς σε τυθθὸν ἐ[ό]ντα καὶ κηδίστ̣ῳ ἀπέδωκεν, /
17der dich, klein noch und ganz lieb, hingab,
18ὅστις ἐνὶ σπλάνχνοισιν σθενερὰς φρέ
18der im Geist deine übermütigen
19νας ἡμε<ρό>ωσεν· ❦ / καὶ γὰρ ἐκ̣είνου φημὶ
19Gedanken zähmte. Und jene, sage ich,
20τελευτήσεσθα[ι ἅπα]ν̣τας̣· τίς δ᾿ οἶδ᾿ ε[ἴ]
20sollen allesamt zugrundegehen. Wer aber kann wissen,
21<κ>ε καὶ αὐτὸς τ̣[ῆλε φίλω]ν ἀπόλητε; /
21ob er einst selbst [fern von den Eltern] stibt?
22νῦν δ᾿ ὁ μὲν ὣς [ἀπόλωλε – –]vestigia – –
22Jetzt hat der eine so [elend sein Schicksal erfüllt, - - -]
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Konkordanz

SEG

  • SEG XLIX 740
  • SEG XLIX 808
  • SEG XLIX 809
  • SEG LXIV 2133(3)

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